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24.11.2018 A-Jugend Brandenburgliga

HSG RSV Teltow-Ruhlsdorf - Ludwigsfelder HC

Nach dem deutlichen Sieg in der vorigen Woche auswärts gegen die Jungadler aus Potsdam ging es diesen Samstag zu unseren Nachbarn nach Teltow. Die Gastgeber hatten bislang ein eher ausgeglichenes Punktekonto und unsere Jungteufel waren bislang ungeschlagen. Folglich hofften alle auf eine Fortsetzung der Siegesserie, zumal unsere Jungs mit voller Kapelle antreten konnten. Es war schon schön zu sehen, dass man die Erwärmung mit einem kompletten Angriffs- und einem kompletten Verteidigungsteam durchführen konnte. Bei bereits erwähnter Erwärmung war aber auch zu sehen, dass die Teltower ebenfalls ein paar große Jungs am Start und mit Sicherheit den Ball auch schon öfter in der Hand hatten. Man durfte gespannt sein.

Die ersten Minuten mit einer erkennbar veränderten Startzusammensetzung verliefen jedoch nicht vorstellungsgemäß. Unsere Jungs taten sich schwer in das Spiel zu finden und Teltow trat sehr selbstbewusst auf. So konnte der Gastgeber in der 4. Spielminute als erster einnetzen und unser Team erst fast 2 Minuten später ausgleichen (1:1). Doch auch die nächsten Minuten waren durch viele Abstimmungsfehler in der Abwehr und durch zu wenig Offensivdruck unsererseits gekennzeichnet. Dadurch konnten die Teltower sich bis zur 10. Spielminute auf 5:2 etwas absetzen. Außerdem war schon bereits zu diesem frühen Zeitpunkt für jeden Zuschauer zu erkennen, dass die beiden Unparteiischen einen sehr strengen und vielleicht etwas kleinlichen Kurs fahren würden. 4 gelbe Karten und einige strittige Entscheidungen ließen schon sehr frühzeitig den Blutdruck der anwesenden Fans auf beiden Seiten ansteigen. Also um so wichtiger die klaren Zeichen auf dem Feld zu setzen, aber leider taten unsere Jungs das nicht. Sie konnten sich zwar kurzzeitig auf ein Tor Rückstand 5:4 herankämpfen, ließen dann aber wieder die Zügel schleifen. Folglich konnten die Gastgeber ihren Vorsprung wieder auf 4 Tore (10:6) bis zur 18. Minute ausbauen. Glücklicherweise nahm der Heimtrainer dann nach dem nächsten Ludwigsfelder Tor eine Auszeit, die auch unser Trainer für eine Umstellung des Teams und neuen Handlungsanweisungen nutzen konnte. Dies brachte dann tatsächlich frischen Wind in unser Spiel und es lief runder. Nach weiteren 10 Minuten, vielen Unterbrechungen durch die Offiziellen, der ersten 2 Minuten-Strafe gegen uns, keinem Gegentor und 4 eigenen Toren war erstmalig der Ausgleich 10:10 geschafft. In den letzten 2 Minuten der ersten Halbzeit schaffte es der Gastgeber dann doch noch einmal zu treffen ohne weiteren Treffer unsererseits, dafür aber mit der nächsten Zeitstrafe. 11:10 zur Halbzeit für den Gastgeber und ein völlig ungewohntes Gefühl für unsere Mannschaft, jedoch ließen die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit auf Besseres im zweiten Durchgang hoffen.

Diese begann dann in Unterzahl der Jungteufel und mit dem Ausgleichstreffer zum 11:11, also alles gut soweit. Doch dann begann zum einem etwas schwer zu verstehendes und zum anderen die „Stunde" unseres Jannik, aber eins nach dem anderen. Zum einem mussten sich unsere Jungs zunehmend mit mehr als nur einem Gegner auseinandersetzen. Das in der vergangenen Saison, gemessen an den Strafen fairste Team der Liga (Ludwigsfelder HC) geriet sowohl in der Offensive als auch in der Defensive immer mehr in den Focus der Unparteiischen. Während bei uns vermeintliche Offensivfehler wie falsche Sperre usw. sehr pingelig gepfiffen wurden, durfte der Gastgeber noch dazu fast jeden Ball ins Ludwigsfelder Tor „tragen". Ein ums andere Mal durften die Teltower ihren Angriff wiederholen, so lange bis der Ball endlich im Netz landete. Dies soll an dieser Stelle nicht die spielerische Leistung der Gastgeber schmählern, der insbesondere mit seinen Halbpositionen ein gutes Spiel machte, aber ein fader Beigeschmack stellte sich schon ein. In der Folge konnte Teltow sich zunächst wieder auf 3 Tore zum 16:13 absetzen, bevor unser Team nach langem Hin und Her in der 39. Minute ausgleichen (16:16) konnte und in der 43. dann erstmalig mit 16:17 in Führung ging. Sollte doch noch mehr drin sein? Wir hofften es, hatten uns aber diese Hoffnung rein aus spielerischer Sicht gemacht, ohne an die weiteren Einflussfaktoren eines Handballspiels zu denken. Wir lassen einfach mal die Fakten ohne Kommentar für sich sprechen. In den folgenden 10 Minuten gab es drei 7-Meter für Teltow (keinen für uns), drei Zeitstrafen gegen uns (keine für Teltow) und noch zusätzlich die rote Karte für unseren Spielmacher/ Abwehrchef Nils nach einer normalen Verteidigungshandlung, die keiner nachvollziehen konnte. Zu insgesamt 9 Zeitstrafen in den vergangenen 6 Spielen kamen bei einem Verhältnis von 1:6 allein in diesem Spiel 8 hinzu. Selbstverständlich nutzte der Gastgeber unsere Schwächungen in diesen 10 Minuten aus und ging in der 53. nochmal mit 2 Toren (23:21) in Führung und witterte seinerseits eine kleine Sensation. Die Vielzahl an Entscheidungen gegen unser Team bis dahin und die Euphorie der Fans auf Gastgeberseite erzeugten natürlich eine explosive Stimmung auf den Rängen. Und auf dem Feld? ...nach der Herausstellung von Nils wollte unser Team das Spiel erst recht nochmal herumreißen. Alle hängten sich ordentlich rein. In der 57. Minute hingen wir immer noch zwei Tore zurück, konnten aber in der 59. erneut ausgleichen (26:26). Ein an Spannung kaum zu überbietendes Spiel!! Teltow hat den Ball und schafft es bei 59:35 auf der Uhr nochmal in Führung zu gehen. Beim folgenden eigenen Ballbesitz Auszeit für Ludwigsfelde und wie sich später herausstellte, wurde in den folgenden Sekunden das Besprochene 100%-ig umgesetzt. Jannik wird beim Abschlussversuch gefoult und es heißt nochmal Freiwurf für die Jungteufel bei 59:58 auf der Uhr. Der gegnerische Block steht, der eigene Freiwurfblock auch, Jannik bekommt den Ball, steigt hoch und knallt das Ding mit der Schlusssirene zum Endstand von 27:27 ins lange obere Eck. Wow, was für eine Granate von Jannik der im heutigen Spiel endlich mal zeigte, was er eigentlich drauf hat (8 Tore) und als Teamplayer am Ende entscheidend dazu beitrug, die erste Niederlage der Saison zu verhindern.

Die Jungteufel verbleiben weiterhin ungeschlagen auf Platz 1 der Brandenburgliga.

Herzlichen Glückwunsch an das ganze Team! Ihr habt euch trotz vermehrter Gegnerzahl niemals aufgegeben, seid immer wieder zurückgekommen und habt aus einem Unentschieden einen gefühlten Sieg gemacht.

Das LHC-Team vom Spieltag:

Luca S., Leon W., Jonas K., Bastian L., Philipp W., Jared E.,
Nils K., Niklas G., Björn-Ole H., Jannik G., Moritz M., Oliver Th., Leon G., Noah S. und die Trainer Dirk L., Axel S.