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Brandenburgliga A-Jugend männlich

HSV Frankfurt (Oder) vs. Ludwigsfelder HC 17:27 (11:8)
oder „Wow, was für ein verrücktes Spiel!!!"

Kalt und regnerisch war es am Sonntag als die A-Jugend samt Anhang um die Mittagszeit nach Frankfurt (Oder) zum Auswärtsspiel aufbrachen. Hinzu kam noch, dass sich bereits um diese Zeit ein Riesenstau auf der anderen Autobahnseite gebildet hatte, der sich bestimmt nicht bis zum Ende des Spiels aufgelöst haben würde. Aber nicht nur das Wetter und der Verkehr boten nicht gerade die besten Aussichten, auch unser Team befand sich nicht gerade in Bestzustand. Aufgrund von Verletzungen, Krankheit und auch privater Termine hatten wir gerade 2 Feldspieler (davon 1 noch kränklich) und 1 Torhüter zum Wechseln dabei. Glücklicherweise hatte sich Dustin von seiner Verletzung zumindest soweit erholt, dass er spielen konnte. An dieser Stelle vor allem nochmals gute Besserung an Bastian, der sich im letzten Spiel eine größere Verletzung an der Hand in seinem Einsatz für den LHC zugezogen hatte und schön, dass du trotzdem mit dem Team am Sonntag mitgereist bist.

Vor Ort angekommen, fanden wir gute Rahmenbedingungen in Form einer Grundschulsporthalle mit Tribünen vor und sogar für Catering war gesorgt. Alle waren wegen dem kleinen Spielerkader ein wenig angespannt, ob es heute für einen Sieg reichen sollte.
Nach der üblichen Erwärmung wurde das Spiel pünktlich zur besten Kaffeezeit um 15:00 Uhr angepfiffen und es begann in der ersten Spielminute positiv mit einem Tor durch Jannik für die Jungteufel. Auch das zweite Tor des Spiels ging auf Janniks Konto bevor der Gastgeber das erste Mal traf. Bis zur 9. Minute konnten sich unsere Jungs mit drei Toren (1:4) sogar ein kleines Polster erspielen. Also alles gut soweit. Doch plötzlich kam unser Spiel ins Stocken. Vorne wollten die Bälle einfach nicht mehr ins Tor und in der Verteidigung wurde jede noch so kleine Berührung des Gegners durch die Offiziellen sofort geahndet. Dadurch kam spürbare Nervosität bei den Jungs auf und der Gastgeber konnte sich langsam ran arbeiten. Insbesondere Jannik konnte einem schon leidtun, denn trotz unermüdlichen Einsatz verballerte er einen Ball nach dem anderen. In der 18. Minute stand es dann 4:4 bevor Jared nach 10 torlosen Minuten endlich wieder für den LHC traf. Leider hielt die Freude über den Treffer nicht lange an. Der Gastgeber konnte seinerseits wieder schnell ausgleichen und die eigene Fehlerquote hielt leider an. In der weiteren Folge konnten sich die Frankfurter leicht absetzen. Zur Halbzeit stand es dann 11:8 für die Gastgeber und viele der mitgereisten Ludwigsfelder Anhänger schauten aufgrund dieses Spielverlaufes ganz schön skeptisch auf die nächste Halbzeit. Wenn das mit den Fehlwürfen so weiterginge, würde es wohl nix mit einem Auswärtssieg werden. Acht geworfene Tore in einer Halbzeit konnte ja auch wirklich nicht der Anspruch des Tabellenführers mit 175 Toren aus 5 Spielen sein.

Keiner weiß, was der junge Trainer Nils seinen Jungs in der Kabine gesagt oder welchen Zaubertrank er ihnen gegeben hat, der zweite Durchgang sollte ein Handballfest aus Ludwigsfelder Sicht werden. Die ersten 3 Minuten gehörten zwar noch mit zwei weiteren Treffern (13:8) den Hausherren, doch dann nahmen unsere Jungs langsam an Fahrt auf. Stück für Stück arbeiteten sie sich heran und stellten den zwischenzeitlichen 5 Tore Vorsprung in Spielminute 43 durch ein Tor von Dustin zum 15:15 ein. Glücklicherweise ließ der Frankfurter Trainer unseren Jannik immer wieder in Manndeckung nehmen obwohl dieser, wie bereits erwähnt, ja gar nicht mehr traf aber immer Gefahr ausstrahlte. Durch die Manndeckung öffneten sich für unsere Jungteufel natürlich Räume, die dann gnadenlos genutzt wurden. Insbesondere unser Björn Ole am Kreis konnte viel besser in Szene gesetzt werden und netzte immer wieder ein. Der Ausgleich in der 43. Minute ließ unsere Jungs nur noch heißer werden und Frankfurt begann zu bröckeln. Jetzt wurde richtig zum Angriff geblasen. Unser Rückraumshooter hat heute mal ein bisschen mehr Pech? Was soll's dachten sich die anderen Spieler, dann machen wir das eben. Aus jeder Position kamen jetzt die erfolgreichen Abschlüsse und zusätzlich klaute man den Gastgebern in der Verteidigung einen Ball nach dem anderen, die wiederrum mit schönen Kontern ins Frankfurter Tor geballert wurden. In der 50. Spielminute hatte unser Team den 5 Tore Rückstand in einen 5 Tore Vorsprung (15:20) gedreht und ganz offensichtlich immer noch nicht genug. Jetzt konnten einem die Frankfurter schon fast ein wenig leidtun. Doch statt den Vorsprung einfach zu verwalten, ging es im gleichen Tempo weiter. Auch die rote Karte für Dustin nach einem Foul, welches er gar nicht begangen hatte, konnte daran nichts ändern. Alle hingen sich mächtig rein und am Ende stand ein hochverdienter 27:17 Auswärtssieg auf der Anzeigetafel. Der Jubel der mitgereisten Fans wollte gar nicht enden und auch die Spieler inklusive der Trainer feierten ordentlich ab.

Hui, was für ein Spiel!!! Zu Beginn der zweiten Halbzeit mit 5 zurück bei nur 8 eigenen Toren und dann 19 zu 4 Tore durch unsere Jungteufel. So etwas erlebt man nicht alle Tage.

Mega Glückwünsche an die Mannschaft und den Trainern zu diesem Sieg und vor allem zu dieser geschlossenen Teamleistung. Der Zusammenhalt und das gemeinsame Kämpfen in einer schon fast aussichtslosen Situation gepaart mit unbeugsamen Willen und Spaß am Handball waren an diesem Sonntag der Schlüssel zum Erfolg.

Für den LHC waren erfolgreich:

Luca S., Dustin B., Simon R., Jared E., Marc T., Björn Ole H., Jannik G., Oliver T., Leon G., Noah S. sowie die Trainer Nils K., Axel S. und Basti L.(heute als Betreuer)

M. K.

Die A-Jugend des LHC bleibt auch nach diesem Spieltag Spitzenreiter der Brandenburgliga und fährt am 09.11.2019 zum direkten Verfolger nach Bad Freienwalde.