Kampf und mannschaftliche Geschlossenheit wird belohnt
Sonntag, 14 Uhr. Eine eher ungewöhnliche Anwurfzeit stand letztes Wochenende für die 1. Männer des LHC auf dem Programm. Auswärts ging es bei der starken 2. Mannschaft des HC Empor Rostock ran. Vor dem Spiel stand diese auf dem 5. Platz. Allerdings wurden Rostock in der Hinrunde schon 6 Punkte abgenommen, mit denen sie auf dem 2. Tabellenplatz wären. Es war also klar: es wartet eine Spitzenmannschaft. Trainer Lucas Schönebeck stellte die Mannschaft darauf ein, dass ein enormes Tempo auf den LHC zukommen wird, gepaart mit sehr gut ausgebildeten, jungen Spielern. Man muss also einen sehr guten Tag erwischen, um dort etwas zählbares für den Klassenerhalt mitzunehmen.
Alle das, sollte so eintreten. Es ging 60 Minuten lang ordentlich hin und her. Ein enormes Tempo wurde über das ganze Spiel durchgezogen, was sich auch auf der Anzeigetafel wiederspiegelte. Nach 5 Minuten stand es schon 5:5. Beide Abwehrreihen waren noch nicht so im Spiel und beide Teams konnten fast alle ihre Würfe im Tor unterbringen. Das erste Mal absetzen konnte sich Rostock beim Stand von 14:11 nach knapp 17 Minuten. In dieser Phase und bis zur Pause machte der LHC ein paar zu viele Fehler, welche wie angesprochen, gnadenlos bestraft wurden. Zur Halbzeit lag man schon 23:17 hinten.
Vorne war das in Ordnung, man müsse weiter geduldig im Rückraum bleiben und hinten etwas mehr Aggressivität an den Tag legen und Collin Winter im Tor etwas helfen. Man war sich sicher, dass Rostock noch ein paar Fehler machen wird, man müsse diese aber nun gnadenlos ausnutzen, um noch eine Chance auf Punkte zu haben.
Die 2. Halbzeit verlief nahezu gleich wie die erste. Das Tempo sollte nicht abfallen, im Gegenteil. Wieder fielen enorm viele Tore über das Tempospiel und beide Torhüter konnten nicht viel fassen. So stand es nach 43 Minuten schon 32:27 für die Gastgeber. Doch der LHC bewies wieder einmal eine enorme Kampfbereitschaft und mannschaftliche Geschlossenheit. Stück für Stück wurde sich herangekämpft, auch wenn man 6 Minuten vor Schluss noch immer mit 4 Toren zurücklag merkte man, dass hier was geht. So sollte es kommen. Eine Minute vor Schluss der erste Ausgleich seit der 11. Spielminute. 39:39. Nach einem ewigen Angriff schaffte es Rostock nach dem letzten Pass doch noch ein Tor zu erzielen – 40:39. Auszeit LHC, noch 8 Sekunden zu spielen. Auch hier wieder eine gute Ausführung des angesprochenen und Maximilian Kalliske zieht den 7m. Dieser konnte durch den sehr stark aufgelegten Benjamin Horn (14 Tore – 7/7 7m) nach Ablauf der Uhr verwandelt werden und der LHC freute sich sehr über den gewonnen Punkt.
Diese Mannschaft gibt fast niemals auf und die Bereitschaft, dass jeder seinen Job erledigt ist bemerkenswert. Chapeau an Alle, die daran beteiligt waren.
Jetzt heißt es aber die Sinne wieder zu schärfen, denn am Samstag um 18:30 steht ein anderes enorm wichtiges Spiel an. Es kommt die Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 nach Ludwigsfelde. Der Vorletzte kommt nach einer hohen Niederlage in Lübbenau in die Stadtsporthalle und wird versuchen im Abstiegskampf dem LHC die Punkte zu klauen. Dies gelang in der Hinrunde mit einem Unentschieden. Die Mannschaft ist heiß darauf dies nicht noch einmal passieren zu lassen und sich weiter von den Abstiegsplätzen zu entfernen. Dafür brauchen wir eure Unterstützung.